Institut für Psychologie


 
 
Start
Prof. Neyer
Mitarbeiter
Projekte
Online-Forschung
Lehre & Studium
Testbibliothek
Aktuelles
 
Sitemap
Impressum
Kontakt/Anfahrt
English


Beziehungsgestaltung und Persönlichkeit im Lebenslauf
(Förderung durch die DFG seit 2005)
Franz J. Neyer & Cornelia Wrzus (Universität Potsdam)
Frieder R. Lang & Jenny Wagner (Universität Erlangen-Nürnberg)
Diese Projekt (Laufzeit 2005-2009) ist Teil eines laufendes Forschungsprogramms,
das in Kooperation zwischen F. J. Neyer (Universität Potsdam) und Frieder R. Lang
(Universität Erlangen Nürnberg) durchgeführt wird. Ziel ist die Erweiterung des von
den Antragstellern entwickelten theoretischen Rahmenmodells der Beziehungs-
regulation im Hinblick auf das höhere Lebensalter und seine besonderen Kontext-
bedingungen (vgl. Neyer & Lang, 2003, 2004; Lang & Neyer, 2004, 2005).
Das Projekt untersucht Zusammenspiel und Wirkung zweier Mechanismen
Beziehungsgestaltung (Näheregulation, Reziprozitätsaushandlung) in
Abhängigkeit von Anforderungen der Familiengründung (1. Projektphase) und in
späten Familienphasen (2. Projektphase) in unterschiedlichen familialen Lebens-
formen (traditionelle Familie, Kinderlosigkeit, Scheidungsfamilien, Verwitwung).
Ausgehend von evolutionspsychologischen Überlegungen untersuchen wir,
inwieweit die Regulation von Nähe und die Aushandlung von Reziprozität zur
Differenzierung von verwandtschaftlichen, freundschaftlichen und kooperativen
Beziehungen dienen.
In der ersten Projektphase (2005-2007) wurde die Beziehungsgestaltung
in der Familiengründung bei kinderlosen Paaren und Paaren mit Kindern
(Patchwork, traditionelle Familie) sowie deren Eltern untersucht. Die
Fortsetzung des Projekts zielt auf den Altersvergleich der beziehungsregu-
lativen Mechanismen in einer Stichprobe von alten (65-80 Jahre) und sehr alten
Personen (80-95 Jahre), welche die in der 1. Projektphase erhobenen Daten
mittelalter Personen (30-45 Jahre) und deren Eltern (50-80 Jahre) ergänzt.
Weiterführende Fragestellung der zweiten Projektphase ist, inwieweit die trotz
vieler Verluste im hohen Alter recht stabile oder teilweise höhere soziale
Funktionstüchtigkeit älterer Menschen durch die theoretisch postulierten
beziehungsregulativen Mechanismen erklärt werden kann. Erwartet wird eine mit
dem Alter ansteigende Bedeutung näheregulativer Mechanismen und eine je nach
familialer Lebenssituation differenzierte, aber im höheren Alter generell niedrigere
Bedeutung der Aushandlung von Reziprozität.
Das Projekt ist Kooperationspartner im DFG-Schwerpunktprogramm 1161
"Beziehungs- und Familienentwicklung".