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Schwerpunkte
für die Prüfungsvorbereitung 
Prüfung
im forschungsorientierten Vertiefungsfach  
Basiswissen in der Psychologischen
Diagnostik  
Klausur zu
den Persönlichkeitstheorien  
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Schwerpunkte
für die Prüfungsvorbereitung für das Fach
Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie
Prüfungsfragen
Differentielle Psychologie SS 06 
In jeder Prüfung werden Inhalte der Vorlesungen und Seminare
zu den 
Persönlichkeitstheorien und zur Differentiellen Psychologie
berücksichtigt.
Die Prüfung kann mit einem selbst gewählten Einführungsthema
(5 Minuten) 
eröffnet werden. Die Literaturempfehlungen sind den Konzepten
der beiden 
Vorlesungen und der Seminare zu entnehmen.
Einführung
• Was ist Differentielle
Psychologie, was ist Persönlichkeitspsychologie?
Einordnung in die
psychologische Wissenschaft, Grundlegende Begriffe:
Persönlichkeit,
Eigenschaft, Typ...
• Methoden und
Vorgehensweisen der Differentiellen und Persönlichkeits-
psychologie (u.a.
Ableitung aus dem STERN-Schema, idiographische und
nomothetische Methoden
...)
Persönlichkeitstheorien
• Psychodynamische
Persönlichkeitstheorien: Freud und die Modifikation/
Weiterentwicklung
durch Jung, Adler, Erikson, Fromm
(Grundzüge,
Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Kritik)
• Lerntheoretische
Konzepte - vom klassischen Behaviorismus bis zu den
sozial-kognitiven
Lerntheorien: Pawlow, Watson, Skinner, Hull, Dollard, Miller,
Bandura, Rotter,
Mischel (Grundzüge, Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Kritik )
• Phänomenologische
und kognitive Theorien: Jung, Lersch, (Kelly), Rogers,
Maslow, Thomae (Grundzüge,
Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Kritik)
• Faktorenanalytische
Konzepte der Persönlichkeitsbeschreibung: Guilford, Cattell,
Eysenck (Grundzüge,
Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Kritik)
Intelligenz
• Intelligenzbegriff,
Intelligenzdefinition, Maß der Intelligenz (in seiner Entwicklung)
• Strukturauffassungen
zur Intelligenz
• Intelligenz,
Hochbegabung und Kreativität (Gemeinsamkeiten, Unterschiede,
Beschreibungs- und Erklärungsansätze
• Intelligenzdefizite
(Erscheinungsformen, Klassifikation, Erklärungsansätze)
Temperament
• Begriffsbestimmung,
Geschichtliches
• Konstitutionstypologische
Konzepte (Kretschmer, Sheldon)
• Phänomenologische
Konzepte (Bsp. Remplein)
• Neurophysiologische
Konzepte (Pawlow, Eysenck)
Angst und Ängstlichkeit
• Begriffsbestimmung,
Zusammenhang von Situation und Disposition (Spielberger)
• Erklärungskonzepte
(psychoanalytische, lerntheoretische und kognitive Konzepte)
• Ängstlichkeit
als Persönlichkeitsmerkmal
• Interindividuelle
Unterschiede in der Angstbewältigung, Erfassungsmethoden
Aggressivität
• Begriffsbestimmung,
Erklärungskonzepte (Trieb- und Instinkttheorien,
Aggressions-Frustrations-Hyp.,
Lerntheorien)
• Aggressivität
als Persönlichkeitsmerkmal, Erfassungsmethoden
Gesundheitsrelevante Persönlichkeitskonstrukte
• Kontrollüberzeugungen,
risikobehaftete Verhaltens- und Erlebensmerkmale
(z. B. Typ A, Burnout):
Beschreibung und Einordnung, Erfassungsmethoden
Kognitive Stilvariablen
• Interferenz,
Impulsivität-Reflexivität, Feldabhängigkeit-Feldunabhängigkeit
(Begriffsbestimmung, Beschreibung, Erfassungsmethoden, kritische
Auseinandersetzung mit dem Konzept)
Ursachen und Bedingungen interindividueller Unterschiede
• Geschlecht,
Erbe-Umwelt
nach oben 
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Prüfung
im forschungsorientierten Vertiefungsfach
Die Prüfung konzentriert sich auf die Diplomarbeit und damit
in Beziehung stehende
Inhalte. In den meisten Fällen steht der Zusammenhang von Persönlichkeit
und 
Gesundheit unter Berufsbezug im Zentrum.
Es werden Gegenstände aus den folgenden Lehrveranstaltungen berücksichtigt:
• Seminar
“Psychologische Diagnostik im Personalwesen”
• Kolloquium
“Arbeit - Gesundheit - Persönlichkeit”
• Diplomandenkolloquium
des Lehrstuhls
• Vorlesung Differentielle
Psychologie (Teil Persönlichkeit und Gesundheit)
Schwerpunkte zum Gegenstand Persönlichkeit und Gesundheit:
1. Auffassung von
Gesundheit (traditionell und heute) besonders werden
berücksichtigt:
• Theorie der
seelischen Gesundheit: “Seelische Gesundheit” als Fähigkeit
des  Menschen,
“externe und interne Anforderungen zu bewältigen”
(Becker & Minsel)
• Transaktionale
Streßtheorie (Lazarus)
• Salutogenesekonzept
(Antonovsky)
2. Persönlichkeitsmerkmale als Gesundheitsressourcen (Schutzfaktoren)
Merkmale, die in Frage kommen, um Streß abzupuffern und Copingprozesse
zu begünstigen. z.B.
• Kontrollüberzeugung
(Rotter, 1954; Krampen, 1993)
• Selbstwirksamkeit
bzw. Kompetenzerwartung (Bandura, 1990; Schwarzer, 1992)
• Optimismus
(Scheier & Carver, 1987)
• Hardiness
(Kobasa, 1982)
• Kohärenzsinn
(Antonovsky, 1987)
• Soziale Unterstützung
(Cohen & Sime, 1985; Schwarzer & Leppin, 1989)
• Erholungsfähigkeit
(Richter, 1992)
3. Persönlichkeitsspezifische Bewältigungsprozesse
• Aufgaben des
Bewältigungsverhaltens (Lazarus & Cohen (1978))
• Arten der
Bewältigung (Lazarus & Launier (1978)
• Repression
versus Sensitization (Krohne, 1992)
• Diagnostik
des Bewältigungsverhaltens (z.B. SVF)
4. Persönlichkeitsmerkmale als Vulnerabilitätsdisposition
Welche Merkmale machen eine persönlichkeitsbedingte Streßanfälligkeit
aus?
• Typ-A-Verhalten
• Typ-C-Verhalten
• Burnout-Anfälligkeit
• Einzelkonstrukte:
Neurotizismus, Angst, Depressivität, Ärgerkontrolle,
 Aggressivität
5. Streß-, Belastungs- und Beanspruchungskonzept im Zusammenhang
mit der Arbeit
• Begriffsklärung
• Modellvorstellungen
zum Zusammenhang Arbeit-Gesundheit-Persönlichkeit (z.B. motivationstheoretischer,
kompetenztheoretischer und passungstheoretischer
Ansatz (s. Becker
& Minsel, 1986), Modell der beruflichen Gratifikationskrise
(Siegrist, 1996)
• Diagnostik
(u.a. AVEM, FABA)
nach oben 
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Basiswissen
in der Psychologischen Diagnostik
(abgestimmt mit allen Prüfern für die Diplomprüfung
in Diagnostik und Intervention)
1. Definition, Aufgabenbereich, Fragestellungen, ethische Grundlagen
und Menschenbild, theoretische Grundvoraussetzungen (Eigenschaftsbegriff,
Stabilität vs. Veränderbarkeit,
Vorhersagbarkeit von Verhalten...), diagnostische Strategien (wie
etwa Statusdiagnostik/ Prozeßdiagnostik)
2. Ursprünge der Psychodiagnostik (Quellen: Experimentelle
Psychologie, Psychometrie, Differentielle Psychologie, Intelligenzmessung
als Beginn der Testentwicklung: Binet)
3. Testtheoretische Grundlagen I: Haupt- und Nebengütekriterien:
Objektivität, Reliabilität, Validität, Normierung,
Ökonomie, Nützlichkeit (inhaltliche Konzepte und methodische
Bestimmung)
4. Testtheoretische Grundlagen II: Skalierung, Item- und Testkonstruktion
nach der KTT, probabilistische Testtheorie (nur in den Grundzügen)
5. Grundlegende Methoden der Diagnostik: Gespräch, Verhaltensbeobachtung,
Test (Stellenwert in der Diagnostik, Anwendungsgebiete, Probleme...)
6. Leistungsdiagnostik: Intelligenzdiagnostik, Allgemeine Leistungsdiagnostik,
(Konzentration, Aufmerksamkeit), Neuropsychologische Diagnostik
(jeweils grundsätzliche Herangehensweise, Modelle und Voraussetzungen,
konkrete diagnostische Methoden)
7. Persönlichkeitsdiagnostik (emotionales, motivationales,
soziales Verhalten): mehrdimensionale und spezielle Persönlichkeitsverfahren
(Fragebogenmethoden), Interessentests, Objektive Persönlichkeitstests,
Biographische Diagnostik, Projektive Verfahren, Gruppendiagnostik
(jeweils grundsätzliche Herangehensweise, Modelle und Voraussetzungen,
konkrete Methoden)
8. Neuere Entwicklungen und Ansätze in der Psychodiagnostik
(experimentalpsychologische Fundierung, Computerdiagnostik, Adaptives
Testen, Lerntestparadigma...)
Empfohlen wird im weiteren die Orientierung an den Gliederungen
und Literaturempfehlungen zur Vorlesung "Einführung in
die Psychologische Diagnostik" sowie zu den Seminaren "Persönlichkeitsdiagnostik",
"Leistungsdiagnostik" und "Psychologische Diagnostik
im Personalwesen". In erster Linie kommt es auf den Inhalt
der Vorlesung an. Die in den Seminaren behandelten Verfahren müssen
nicht alle bekannt sein. Vorausgesetzt wird jedoch, daß zu
den obigen Punkten 6-8 beispielhaft auch konkrete Verfahren genannt,
dargestellt und diskutiert werden können.
nach oben 
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Klausur
zu den Persönlichkeitstheorien
Art der Fragen • Vergleich
verschiedener theoretischer Richtungen unter dem Aspekt des MB
• Gemeinsamkeiten
und Unterschiede in verschiedenen Theorien in Bezug auf
 einzelne
Aspekte herausarbeiten (z.B. Struktur/Organisation, Triebkräfte
 des
Verhaltens, Entwicklung, Rolle des Unbewussten…)
• Kennzeichnung
des Wesens einer Theorie/theoretischen Schule
 (z.B.
was macht den Kern der tiefenpsychologischen, behavioristischen,
 humanistischen
Konzepte… aus?)
• Weiterentwicklung
einer Theorie im Vergleich mit der Vorgängertheorie
 verdeutlichen
(z.B. orthodoxer Behaviorismus - sozial-kognitive Lerntheorien)
• Kritische
Würdigung einer bestimmten Theorie/theoretischen Schule
 (Vorzüge,
Probleme, Grenzen)
• Nutzen einer
Theorie/theoretischen Schule unter Anwendungsaspekt
 herausarbeiten
(z.B. Nutzen für Gestaltung von Lernprozessen,
 Therapie,
Diagnostik…)
Mögliche Fragen (müssen nicht wörtlich
so bleiben)
1. Kennzeichnen Sie die wesentlichen Elemente in Freuds Persönlichkeitsmodell.
2. Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Psychoanalyse
(unter den Aspekten MB und Status als wiss. Theorie)?
3. Erläutern Sie die Bedeutung und Funktion der Traumanalyse
innerhalb der Freudschen Lehre.
4. Kennzeichnen Sie die wesentlichen Elemente in der Analytischen
Psychologie Jungs.
5. Der Begriff des Unbewussten bei Freud und Jung. Charakterisieren
Sie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
6. Kennzeichnen Sie die wesentlichen Elemente in der Individualpsychologie
Adlers.
7. Wo sieht Adler die praktischen Konsequenzen seiner Individualpsychologie?
8. Vergleichen Sie das Menschenbild in den Theorien von Freud und
Adler.
9. Was hat Erikson zur Weiterentwicklung der Psychoanalyse beigetragen?
10. Stellen Sie das Konzept der Charakterorientierung von Fromm
dar, zeigen Sie die Bezüge zu seinen anthropologischen Grundlagen
auf.
11. Was versteht man unter psychodynamischen Theorien?
12. Worin bestehen die Grundaussagen des Behaviorismus nach Watson?
13. Was sind die Beiträge von Pawlow/Skinner zur Herausbildung
des Behaviorismus?
14. Was sind die Triebkräfte menschlichen Verhaltes in der
Psychoanalyse und im Behaviorismus?
15. Vergleichen Sie das Menschenbild der Psychoanalyse (Freud) und
des orthodoxen Behaviorismus (Watson, Skinner). Was sind die wesentlichen
Unterschiede? Lassen sich auch Gemeinsamkeiten auffinden?
16. Was verstehen Psychoanalyse (Freud) und Behaviorismus unter
einem
neurotischen Symptom? Wie unterscheidet sich demzufolge das therapeutische
Vorgehen?
17. Worin bestehen die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen
dem orthodoxen Behaviorismus
und der Reiz-Reaktions-Theorie nach Hull, Dollard und Miller?
18. Was kennzeichnet die sozial-kognitiven Lerntheorien? Was ist
daran sozial und was kognitiv?
19. In welchen Aussagen gehen die sozial-kognitiven Lerntheorien
am deutlichsten über den orthodoxen Behaviorismus hinaus?
20. Was macht den wesentlichen Unterschied des Beobachtungslernens
(nach Bandura) gegenüber dem klassischen und operanten Konditionieren
aus?
21. Worin sehen Sie die zentralen Aussagen in der Theorie Rotters?
22. Kennzeichnen Sie die Auffassung Mischels zum Zusammenwirken
von Situation und Person.
23. Ordnen Sie die Konstrukte Selbstwirksamkeitserwartung, Kontrollüberzeugung
und Belohnungsaufschub den jeweiligen Theorien und Autoren zu und
erläutern Sie diese.
24. Was versteht man unter einem phänomenologischen Persönlichkeitskonzept?
25. Worin bestehen die Vorstellungen zum Aufbau der Person bei Lersch?
26. Erläutern Sie Sprangers Typologie der Lebensformen und
deren Bedeutung für die Persönlichkeitspsychologie
27. Worin besteht der spezifische Beitrag Thomaes zur Persönlichkeitspsychologie?
28. Was versteht man unter humanistischer Psychologie (Prinzipien,
Postulate)?
29. Erläutern Sie das Prinzip der Maslowschen Bedürfnispyramide,
stellen Sie den Zusammenhang mit Grundpostulaten der Humanistischen
Psychologie her.
30. Setzen Sie sich mit dem Konzept der Selbstverwirklichung in
der Humanistischen Psychologie auseinander.
31. Kennzeichnen Sie die zentralen Aussagen in der Theorie von Carl
Rogers. Stellen Sie den Zusammenhang mit seinem Therapiekonzept
her.
32. Worin zeigen sich die Prinzipien der Humanistischen Psychologie
in Rogers Gesprächstherapie?
33. Vergleichen Sie das Menschenbild bei Freud und Rogers.
34. Worin besteht Allports Beitrag zur Persönlichkeitspsychologie?
35. Worin besteht das Wesen der faktorenanalytischen Eigenschaftskonzepte
(Trait-Konzepte)? Arbeiten Sie die Vorteile und die Probleme heraus.
36. Vergleichen Sie die Forschungsstrategien von Guilford und Cattell.
Arbeiten Sie die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede heraus.
37. Stellen Sie das System der Persönlichkeitswesenszüge
nach Cattell dar. Diskutieren Sie die Vorzüge und die Probleme.
38. Stellen Sie das Persönlichkeitsmodell von H.J. Eysenck
dar. Diskutieren Sie die Vorzüge und die Probleme.
39. Stellen Sie Guilfords Beschreibungssysteme der Persönlichkeit
dar.
40. Stellen Sie das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) dar. Diskutieren
Sie die Vorzüge und Probleme.
41. Was versteht man unter idiographischer und nomothetischer Persönlichkeitsforschung?
Erläutern Sie den Unterschied unter Bezugnahme auf die Konzepte
von Thomae und Eysenck.
42. Welchen Anforderungen sollte eine Theorie von Persönlichkeit
genügen? Welches der Ihnen bekannten Persönlichkeitskonzepte
kommt diesen Forderungen am nächsten?
43. Welche Kriterien sind heranzuziehen, wenn eine Persönlichkeitstheorie
unter dem Aspekt des Menschenbildes zu beurteilen ist?
nach oben 
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